Gefahren aus dem Netz nehmen zu

Altmühltal | 25. April 2026 | W. Hartl
Lions Club informierte über Cybercrime
Schwieriges Thema: Polizeihauptkommissar a.D. Peter Krug führte fachkundig und kurzweilig durch den Abend | Wilfried Hartl
Präsident Klaus Ziegler bedankte sich beim Referenten des Abends Peter Krug | Wilfried Hartl

Gefahren aus dem Netz nehmen zu

Lions Club informierte über Cybercrime

Windischhausen – Zu einem öffentlichen Clubabend hatte der Lions Club Altmühltal nach Windischhausen eingeladen, um über das hochaktuelle Thema Cybercrime zu informieren. Rund 50 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erhielten eindrucksvolle Einblicke in die Welt der Internetkriminalität.

Als Referent führte Polizeihauptkommissar a. D. Peter Krug, ehemaliger Leiter eines Fachkommissariats für Internetkriminalität, anschaulicher Beispiele auf, wie vielfältig und professionell Cyberkriminelle heute vorgehen. „Der Schaden durch Cybercrime wird allein in Deutschland für das Jahr 2025 auf über 200 Milliarden Euro geschätzt“, erklärte Krug. Zugleich sprach er sich dafür aus, Prävention stärker zu fördern und insbesondere junge Menschen frühzeitig in der Schule im sicheren Umgang mit digitalen Medien zu schulen.

Täuschend echt: Cyberkriminelle setzen auf künstliche Intelligenz

Auch unsre Region bleibt nicht von Cybercrime- Delikten verschont. Mehrere Besucher berichteten von sogenannten Schockanrufen, die häufig unter dem Begriff Enkeltrick bekannt sind. Lions-Präsident Klaus Ziegler bestätigte diese Entwicklung aus seiner Erfahrung als Leiter der Polizeiinspektion Treuchtlingen und verwies auf teils erhebliche finanzielle Schäden. „Die Täter nutzen inzwischen Künstliche Intelligenz, um mit täuschend echten Stimmen Druck auf ihre Opfer auszuüben“, so Ziegler.

Ein weiteres Thema des Abends waren zweifelhafte Online-Shops, bei denen Verbraucher oft mit günstigen Angeboten gelockt werden, hinter denen jedoch Betrug steckt – von ausbleibender Lieferung bis hin zum Missbrauch persönlicher Daten.

Krug warnte auch vor weiteren Risiken im Alltag, etwa bei der Nutzung öffentlicher QR-Codes oder beim sorglosen Umgang mit persönlichen Daten (z.B. Fotos von Spendenschecks mit Unterschrift) im Internet.

Einigkeit bestand darin, dass grundsätzlich niemand vollständig vor digitalen Angriffen geschützt ist. Umso wichtiger seien Vorsicht, Umsicht und ein bewusster Umgang mit den eigenen sensiblen Informationen im Internet.

Krug verwies am Ende seiner Ausführungen auf folgende hilfreiche Info-Seiten:

Polizei-Beratung.de (Initiative der Polizeien des Bundes und der Länder)

Verbraucherzentrale.de (Notfallcheck, Hilfen bei Betrugsversuchen und Abo-Fallen)

Bsi.bund.de (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Watchlist-internet.at (Online-Fallen, Liste betrügerischer Shops)